Schwangerschaft

Hebamme finden in Hamburg: Wann suchen, wo suchen, was fragen?

Wann Du in Hamburg mit der Hebammensuche beginnen solltest, wo Du freie Hebammen findest und zehn Fragen für das Kennenlerngespräch.

Inés Carolina Maisch
Inés Carolina MaischHebamme B.Sc. · aktualisiert am 13. Oktober 2026
5 Min. Lesezeit✓ 2 Quellen
Die passende Hebamme finden – Hebamme im Gespräch mit Schwangerer

Das Wichtigste vorab: Such Dir Deine Hebamme am besten direkt nach dem positiven Test, in Hamburg sind viele schon Monate im Voraus ausgebucht. Hebammen dürfen bei einer gesunden Schwangerschaft die Vorsorge übernehmen, im Wechsel mit Deiner Frauenärztin, und sie begleiten Dich im Wochenbett zu Hause. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt die Hebammenhilfe. Für das Kennenlerngespräch findest Du unten zehn Fragen, die Dir die Wahl erleichtern.

Inhalt
  1. Was macht eine Hebamme?
  2. Welche Hebammen gibt es?
  3. Wann solltest Du suchen?
  4. So findest Du eine Hebamme in Hamburg
  5. Woran Du eine gute Begleitung erkennst
  6. Checkliste: 10 Fragen fürs Erstgespräch
  7. Häufige Fragen zur Hebammensuche

Was macht eine Hebamme?

Hebammen sind medizinische Fachfrauen für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit. Bei einer gesunden Schwangerschaft dürfen sie die Vorsorgeuntersuchungen nach den Mutterschafts-Richtlinien übernehmen, also Blutdruck, Urin, Wachstum des Babys, Herztöne und Beratung. Ultraschall und bestimmte Laboruntersuchungen bleiben bei Deiner Frauenärztin. Viele Frauen kombinieren beides.

Nach der Geburt besucht Dich Deine Hebamme zu Hause, schaut nach Dir und Deinem Baby, hilft beim Stillen und ist Ansprechpartnerin für alles, was in den ersten Wochen auftaucht. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Hebammenhilfe in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett bis zwölf Wochen nach der Geburt, bei Bedarf auch länger. Beratung bei Stillproblemen ist bis zum Ende der Stillzeit möglich (GKV-Spitzenverband, 2025).

Welche Hebammen gibt es?

  • Hebamme für Vorsorge und Wochenbett: Begleitet Dich in der Schwangerschaft und nach der Geburt. Die Geburt selbst findet mit den Hebammen der Klinik statt.
  • Wochenbetthebamme: Kommt nach der Geburt zu Dir nach Hause. Die häufigste Form.
  • Beleghebamme: Begleitet Dich zusätzlich bei der Geburt in einer Klinik, mit der sie zusammenarbeitet. Beleghebammen sind selten und oft sehr früh ausgebucht.
  • Hausgeburts- oder Geburtshaushebamme: Begleitet die Geburt außerhalb der Klinik.

Warum sich durchgehende Begleitung lohnt: In einer Cochrane-Analyse mit über 18.000 Frauen hatten Frauen, die durchgehend von derselben Hebamme oder einem kleinen Hebammenteam begleitet wurden, etwas häufiger eine spontane Geburt und etwas seltener einen Kaiserschnitt (Sandall et al., 2024).

Hebammen-InsightWas mir in der Begleitung am wichtigsten ist: dass Du nicht erst im Wochenbett eine fremde Person in Deine Wohnung lässt. Wenn wir uns schon in der Schwangerschaft kennen, weiß ich, was Dir wichtig ist, und Du weißt, wen Du anrufst, wenn nachts um drei die Fragen kommen.

Wann solltest Du suchen?

So früh wie möglich, am besten direkt nach dem positiven Test. Gerade in Stadtteilen wie Rotherbaum, Eimsbüttel, Eppendorf oder Winterhude sind viele Hebammen für die Sommermonate schon im Winter ausgebucht. Wenn Du keine Vorsorge bei der Hebamme möchtest, melde Dich trotzdem früh für das Wochenbett an.

So findest Du eine Hebamme in Hamburg

  • Empfehlungen: Freundinnen, Kolleginnen und Deine Frauenarztpraxis kennen oft Hebammen in Deiner Nähe.
  • Hebammenliste der Krankenkassen: Der GKV-Spitzenverband führt eine Liste aller Hebammen, die mit den gesetzlichen Kassen abrechnen, suchbar nach Postleitzahl.
  • Vermittlungsplattformen: Portale wie Ammely zeigen Hebammen mit freien Kapazitäten.
  • Hebammenpraxen: In einer Praxis mit mehreren Hebammen gibt es meist eine Vertretung bei Urlaub oder Krankheit.
  • Direkt anfragen: Schreib kurz Deinen errechneten Termin, Deinen Stadtteil und was Du Dir wünschst. Das beschleunigt die Antwort.

Hebammenbegleitung bei BOUND in Hamburg-Rotherbaum

Wir begleiten Dich in der Schwangerschaft mit Vorsorge im Wechsel mit Deiner Ärztin, im Wochenbett zu Hause und mit Kursen von der Geburtsvorbereitung bis zur Rückbildung. Medizinisch fundiert und mit Blick darauf, wie es Dir als werdende Mutter geht. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

Mehr zur Hebammenbegleitung

Woran Du eine gute Begleitung erkennst

  • Sie nimmt sich Zeit für Deine Fragen, gerade beim ersten Termin.
  • Sie erklärt Untersuchungen und Empfehlungen nachvollziehbar und begründet sie.
  • Sie respektiert Deine Wünsche und trifft Entscheidungen mit Dir, nicht über Dich.
  • Sie fragt auch, wie es Dir emotional geht, nicht nur nach Befunden.
  • Sie ist gut erreichbar und hat eine Vertretung, wenn sie selbst nicht kann.

Und ganz wichtig: Die Chemie muss stimmen. Du darfst Dich wohlfühlen.

Checkliste: 10 Fragen fürs Erstgespräch

  1. Welche Leistungen bietest Du an: Vorsorge, Wochenbett, Kurse, Geburt?
  2. Wie und wann kann ich Dich erreichen? Gibt es feste Telefonzeiten?
  3. Wer vertritt Dich bei Urlaub oder Krankheit?
  4. Bist Du um meinen Geburtstermin herum verfügbar?
  5. Wie läuft die Vorsorge bei Dir ab, und wie arbeitest Du mit meiner Frauenärztin zusammen?
  6. Wie lange dauern die Termine, und finden sie in der Praxis oder bei mir zu Hause statt?
  7. Wie oft kommst Du im Wochenbett?
  8. Wie unterstützt Du beim Stillen, auch wenn es schwierig wird?
  9. Entstehen Kosten, die die Kasse nicht übernimmt?
  10. Welche Kurse gibt es bei Dir, etwa Geburtsvorbereitung oder Rückbildung?

Nach dem positiven Test helfen Dir auch unsere Artikel Schwangerschaftstest positiv und Geburtsvorbereitungskurs in Hamburg.

Häufige Fragen zur Hebammensuche

Wann sollte ich mir in Hamburg eine Hebamme suchen?
Am besten direkt nach dem positiven Schwangerschaftstest, spätestens im ersten Trimester. In vielen Stadtteilen sind Hebammen Monate im Voraus ausgebucht.
Zahlt die Krankenkasse die Hebamme?
Ja. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Hebammenhilfe in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett bis zwölf Wochen nach der Geburt, bei Bedarf länger, und Stillberatung bis zum Ende der Stillzeit. Bei privaten Versicherungen hängt es vom Tarif ab.
Darf eine Hebamme die Vorsorge machen?
Ja. Bei einer gesunden Schwangerschaft darf die Hebamme die Vorsorgeuntersuchungen übernehmen. Ultraschall und einige Laboruntersuchungen bleiben bei der Frauenärztin. Viele Frauen wechseln sich zwischen beiden ab.
Brauche ich eine Hebamme, wenn ich in der Klinik gebäre?
Bei der Geburt in der Klinik betreuen Dich die Klinikhebammen. Für Schwangerschaft und Wochenbett zu Hause brauchst Du eine freiberufliche Hebamme. Gerade das Wochenbett solltest Du früh absichern.
Kann ich die Hebamme wechseln?
Ja. Je früher, desto einfacher. Nimm Deinen Mutterpass mit, damit die neue Hebamme alle Befunde kennt.
Quellen (2)

Sandall, J., Fernandez Turienzo, C., Devane, D., Soltani, H., Gillespie, P., Gates, S., Jones, L. V., Shennan, A. H. & Rayment-Jones, H. (2024). Midwife continuity of care models versus other models of care for childbearing women. Cochrane Database of Systematic Reviews, 4, CD004667. https://doi.org/10.1002/14651858.CD004667.pub6

GKV-Spitzenverband (2025). Vertrag über die Versorgung mit Hebammenhilfe nach § 134a SGB V. https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/ambulante_leistungen/hebammen/25-04-02_Hebammenhilfevertrag.pdf

Inés Carolina Maisch
Geschrieben vonInés Carolina Maisch

Hebamme B.Sc. in Hamburg, Mitgründerin von BOUND und Mama von 4. Ich begleite Frauen in Schwangerschaft und Wochenbett, medizinisch fundiert und mit Blick auf das Mutterwerden.

@hebamme_inescarolina

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